In der Kunsttherapie begegnen sich Klient:in, Kunsttherapeut:in und das Kunstwerk. Die kunsttherapeutische Triade beschreibt die Abläufe zwischen Klient:in, Kunsttherapeut:in und Werk. Dabei bestehen drei Begegnungsfelder.
Das Beziehungsfeld zwischen Klient:in und Kunsttherapeut:in,
das Handlungsfeld zwischen Klient:in und Werk und
das Reflexionsfeld zwischen Kunsttherapeut:in und Werk.
Die Begegnungsfelder öffnen einen Raum, ein „Dazwischen“ für gemeinsame Aufmerksamkeit und geteilte Erfahrungen. In speziellen Momenten nehmen Klient:in und Therapeut:in das Werk wahr und erleben Bedeutsamkeit. Unausgesprochenes wird geteilt. Etwas verändert sich (Sinapius1).
Solche Ereignisse im „Dazwischen“ sind nicht planbar und willentlich herbeiführbar. Sie treffen unvorhersehbar ein. Sie werden als das „Dritte“ oder „Unvermittelbare“ der therapeutischen Begegnung bezeichnet. Das „Dritte“ dient dem kunsttherapeutischen Prozess und lässt die Kunsttherapie wirksam sein (Sinapius1, Eberhart & Knill2).
Monika Gloor, 2026
Sinapius, P. (2011). Das Dritte in der therapeutischen Beziehung – Bezugspunkte phänomenologischer Forschung in den künstlerischen Therapien. In P. Petersen, H. Gruber, & R. Tüpker, Forschungsmethoden Künstlerischer Therapien (S. 129-142). Wiesbaden: Reichert Verlag. ↩︎ ↩︎
Eberhart, H., & Knill, P. (2009). Lösungskunst. 2. Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. ↩︎